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David Wabnitz

kreuzwerker GmbH

Panel I: DKT-Partner berichten von ihren Erfahrungen

Gemeinsam mit ihren Kunden gestaltet die kreuzwerker GmbH seit 2010 den digitalen Wandel in vielfältigen Branchen. Ihr Leistungsangebot erstreckt sich dabei von reinen Beratungsleistungen, über Full-Stack Softwareentwicklung im Web-Umfeld, bis hin zu DevOps und Cloud Infrastrukturautomatisierung. 

 

In das Forschungsbündnis 'DKT - Digitale Kuratierungstechnologien' (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) bringen die kreuzwerker insbesondere ihre Expertise im Bereich 'Digital Content’ (Content Management, Media Asset Management, Content Distribution, Content Lebenszyklen) im Medienumfeld ein. Unser Thema ist die Frage, inwiefern innovative Kuratierungstechnologien zur textuellen Inhaltsanalyse, zur Informationsanreicherung, sowie des Information Retrieval, Journalisten konkret bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und entlasten können. 

 

Eine zentrale Annahme zu Beginn des Vorhabens war, dass sowohl das ständig wachsende Nachrichten-Volumen, als auch die sich permanent beschleunigende Taktrate des Nachrichtenzyklus, zu den Kern-Herausforderungen in modernen Newsrooms gehören. 

 

Dementsprechend stand auch die Frage im Vordergrund, inwiefern Kuratierungstechnologien dabei helfen können, diese Informationsflut wirksam zu bündeln und zu kanalisieren. Eher nachgelagert war die Frage nach möglichen Potentialen im Kontext  der Entwicklung und Realisierung neuartiger Geschäftsmodelle und den eng damit verknüpften, vielfältigen Herausforderungen auf der Content-Produktionsseite.

 

Im Verlauf des Projekts zeigte sich jedoch, dass - entgegen unserer Ausgangshypothese - die Teilautomatisierung der Informationsbeschaffung durch verbesserte Werkzeuge zur Informationsextraktion, -retrieval und Nachrichtenüberwachung für Journalisten bzw. Medienhäuser möglicherweise nicht so interessant zu sein scheint, wie eine verbesserte Unterstützung auf der Content-Produktionsseite - insbesondere auch bei der Bewältigung alltäglicher Routineaufgaben. Über diese Erfahrungen und Erkenntnisse möchten wir berichten.

 

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Fallbeispiel ‘Journalismus’: Digitale Kuratierungstechnologien in der Praxis

Vortrag zur Fachtagung vom 11. Oktober 2016

Der Vortrag beleuchtet die Frage, wie Technologien zur textuellen Inhaltsanalyse, Metadaten-Anreicherung und des Information Retrieval Journalisten konkret in ihrer täglichen Arbeit unterstützen können.

Es soll zum einen anhand von konkreten Anwendungsfällen und Arbeits-Ergebnissen aus den ersten 12 Monaten des zweijährigen Projekts “Digitale Kuratierungstechnologien” gezeigt werden, wie Journalisten mit Hilfe einer Kombination aus Open-Source und kommerziellen Werkzeugen Kuratierungsworkflows (teil-)automatisieren können.

Zum anderen soll ein Ausblick auf die nächsten 12 Monate des Projekts gegeben werden, in denen die gewonnen Erkenntnisse erweitert, vertieft und schließlich genutzt werden sollen, um zu zeigen, wie Technologien der Wissens- und Sprachverarbeitung, des Machine Learnings, des Semantic Web Technologie-Stacks und moderner Verfahren des Information Retrievals sinnvoll kombiniert und in eine moderne Newsroom Redaktionsumgebung eingebettet werden können, um kuratierende und redaktionelle Tätigkeiten von Journalisten - auch in größeren Nachrichtenorganisationen - zu unterstützen.

Präsentation ansehen (PDF)

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Kuratierung mit Lichtgeschwindigkeit: Können digitale Kuratierungstechnologien die Informationsflut in modernen Newsrooms wirksam kanalisieren?

Vortrag zur Fachtagung vom 6. Oktober 2015

Kuratieren gehört in seiner Filter-Funktion, neben dem Aggregieren und der eigentlichen Berichterstattung, zu den Kern-Tätigkeiten im journalistischen Umfeld: Ist doch ein Nachrichtenangebot, wie z.B. eine Zeitung oder die Tagesthemen, vor allem ein professionell kuratiertes und bestenfalls auch kenntnisreich kommentiertes Paket aller relevanten Nachrichten des Vortages oder auch kürzerer Zeiträume.

Dabei stehen Journalisten und Redakteure vor einer wachsenden Herausforderung: In der digitalisierten Welt haben sich die Quellen für Nachrichten exponentiell vervielfältigt und die Taktrate, mit der neue Nachrichten eintreffen, beschleunigt sich zunehmend. Zudem wird der Zugang zu diesen Quellen immer weniger exklusiv: Jeder, der möchte, kann inzwischen mit einfachsten Mitteln für eine Weltöffentlichkeit publizieren. Kuratierung wird somit zur journalistischen Herkulesaufgabe.

Was bedeutet ‚digitale Kuratierung‘ im journalistischen Umfeld eigentlich? Was verspricht eine Teil-Automatisierung journalistscher Kuratierungsprozesse? Wie könnten sich derartige Technologien konkret in die Workflows moderner Newsrooms einfügen? Und wird damit letztendlich nicht nur dem sogenannten ‚Roboter‘-Journalismus Vorschub geleistet, der Journalisten zu ersetzen droht?

Kurzbiografie

David Wabnitz ist seit ca. 15 Jahren IT-Berater und Software-Entwickler. Er besitzt umfangreiche Erfahrungen im Projekt- und Anforderungsmanagement, in der Softwareentwicklung (Fokus auf Web- und Mobile-Apps), wie auch im Produktmanagement.
Bei den kreuzwerkern ist er für Forschungskooperationen zuständig. Darüber hinaus bringt er dort sein Wissen bzgl. Produktkonzeption und -entwicklung, Informationsarchitektur, User Experience Design, UX/UI Konzeption, Content Management, eCommerce Strategien, Agile Softwareentwicklung (SCRUM/Kanban/Agile Testing), Geschäftsprozessanalyse und -modellierung, Datenschutz, wie auch sein Branchen-Know-How im Bereich Medien und Verlagswesen ein.