Logo HU Berlin
Logo FU Berlin Logo Xinnovations

Impulse

zur Übersicht

Markus Luczak-Rösch

Freie Universität Berlin

Ideen zur Zukunft des digitalen Textes – Perspektiven für Wissensarbeiter und Konsumenten

Fett, kursiv und unterstrichen – autorengetriebene Hervorhebungen in Texten, die nicht immer das Informationsbedürfnis des Lesers befriedigen können.
Wo finde ich im Text über Berlin die Politiker und wo die Flüsse? Hat der Autor beide Informationen hervorgehoben oder waren ganz andere Inhalte im Kontext des Textes relevant und sind daher so gekennzeichnet? Aus dieser ganz intuitiven Diskrepanz klassischer Hervor-
hebung in Textinhalten und den Möglichkeiten, die der digitale Konsum dieser Inhalte eigentlich längst bietet, ist die Idee zu "loomp" entstanden. loomp ist ein System, das altbekannte UI Paradigmen der Textverarbeitung adaptiert und Autoren, Lektoren sowie anderen Wissensarbeitern das semantische Auszeichnen (Annotieren) von Texten ermöglicht. Ziel ist dabei das bestmögliche Verbergen der zugrundeliegenden Technologie sogenannter RDF-Tripel. Doch ist dieses Verbergen tatsächlich möglich und ist den technischen Nicht-Experten das semantische Annotieren auf diese Weise näher zu bringen?

Kurzbiografie

Markus Luczak-Rösch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehrauftrag in der Arbeitsgruppe Netzbasierte Informationssysteme an der Freien Universität Berlin von welcher er auch ein Informatik-Diplom hält. Nach seinem Studienabschluss im Oktober 2007 war er zunächst für einen Verband verantwortlich im Bereich IT-gestütztes Wissensmanagement tätig, bevor er im Januar 2008 die Forschungsarbeit mit dem Schwerpunkt "Verwaltung von Ontologielebenszyklen" aufgenommen hat. Im Kontext dieser Arbeit hat Markus auf internationalen Konferenzen und in internationalen Fachzeitschriften publiziert, wissenschaftliche Workshops organisiert und Forschungsinitiativen ins Leben gerufen. Im Jahr 2009 initiierte er unter dem Arbeitstitel "loomp" die Entwicklung eines Autorenwerkzeugs für semantisch angereicherte Texte, das mittlerweile die Grundlage für Nutzerstudien bildet, welche die Perzeption und das Verhalten von Nicht-Experten im Prozess des semantischen Anreicherns von Web-Inhalten untersuchen.